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Die Trübung im Bier
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Trübung im Bier

Neben der Farbe und dem Schaum des Bieres ist die Trübung ein wichtiger Bestandteil vom Herstellungsprozess bis zum ersten Eindruck des Bieres. In diesem Artikel möchten wir dir einen kurzen Einblick zu Geschichte und Entstehung sowie zur Entfernung der Trübung in deinem Bier geben.

Das ursprüngliche Bier

Dass ein Bier Trüb ist, war bis ins 19. Jahrhundert völlig normal und wurde erst 1878, mit der Einführung der Bierfiltration, in vielen Bierstilen geändert. Aber woher kommt diese Trübung denn eigentlich?

Naturtrübe Biere werden meist direkt nach dem Gärprozess abgefüllt. Weil sie nicht filtriert werden, enthalten sie noch die Schwebe- und Trübstoffe, die beim Brauen ganz natürlich entstehen. Dabei handelt es sich um Reste vom Hopfen, ein wenig Hefe und Eiweiße, die sich aus dem Malz bilden. Wird nun einfallendes Licht durch diese gestreut, erscheint das Bier automatisch trüb.

Für viele Menschen sind die Hefereste und Trübstoffe wichtige geschmackträger welche das Bier milder, vollmundiger und vielschichtiger schmecken lassen. Zusätzlich sollen die Hefeorganismen auch verschiedene organische Stoffe enthalten, welche für den Mensch gesund sein sollen.

Wie kam es zur Filtration?

Mit der schnell wachsenden Möglichkeit, das Bier auch in entferntere Regionen des Landes zu vertreiben, stieg auch der Anspruch auf die Haltbarkeit des Bieres. Zwar wird das naturtrübe Bier qualitativ nicht schlecht, kann sich aber schon nach ca. 3 Monaten im Geschmack verändern und einen Bodensatz bilden. 

Filtration – vom Trüben zum Klaren

Das Filtern des Bieres kann auf mehrere Weisen durchgeführt werden. Eine beliebte Methode hierbei ist die Kieselgurfiltration. 

Die Kieselgur ist ein weißes Pulver welches aus gemahlenen Kieselalgen besteht.
Dieses wird im Bier gelöst und dann mit Druck an den Filter angeschwemmt. 

Am Filter, der aus Zellstoffen besteht, bildet sich ein sogenannter „Filterkuchen“. Dieser filtert den Großteil der Trübstoffe und Hefereste aus dem Bier heraus.

Im zweiten Schritt fließt das Bier noch durch den Filter selbst, welcher die noch feineren, nicht entfernten Stoffe sowie die Kieselgur selbst auffängt.

Am Ende kann der Filter abgespült werden und ist wiederverwendbar. 
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