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Brauereiportrait - Gräfliches Hofbrauhaus Freising

Brauereiportrait - Gräfliches Hofbrauhaus Freising

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Dirk Omlor
Dirk Omlor vom 20.04.2021
Dirk Omlor war rund zwei Jahrzehnte Redakteur bei renommierten Getränke-Fachverlagen. Im Juli 2018 gründete der Dipl.-Ing. für Brauwesen zusammen mit seiner langjährigen Kollegin, Barbara Rademacher, ein Text- und Beratungsbüro mit dem zentralen Projekt getraenke-news.de.
 

Handwerkliche Braukunst seit 1160


Das Hofbrauhaus Freising ist eine der ältesten Brauereien der Welt. Die erste urkundliche Erwähnung der Braustätte stammt aus dem Jahr 1160. Die Brauerei war damals Brauhaus des Fürstbischofs von Freising. Um Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Hofbrauhaus in den „Neubau“ – das heutige Philippschloss, ein Renaissancepalais, integriert. Seit 1738 wird im Hofbrauhaus Freising auch Weißbier gebraut.
Auch die Stadt Freising selbst ist seit langer Zeit vom Bier geprägt. Bereits im Jahre 825 gab es um Freising Hopfengärten. Sie befanden sich im fürstbischöflichen Besitz. Historiker gehen davon aus, dass der Hallertauer Hopfen zum Biersieden auf dem Domberg – dem Gründungsstandort des Hofbrauhauses – verwendet wurde, denn der Hopfen wurde damals mit Bier bezahlt. 

In Freising ist auch der weltweit in der Forschung im Brauwesen führende Standort der Technischen Universität München angesiedelt. Seit der Säkularisation im Jahr 1802/03 wurde in dem ehemaligen Kloster Weihenstephan Landwirtschaft und später auch Brauwesen gelehrt. 

Gelassenheit und beste Zutaten

Seit Gründung des Hofbrauhauses Freising werden die Biere dort mit großer Leidenschaft gebraut. Die Brauerei setzt auch heute noch alles daran, die Werte des traditionsreichen Brauhandwerks zu bewahren. So entstehen Biere für höchsten Genuss. Beim Brauen werden ausschließlich reinste Zutaten aus der Region verwendet: Die Malze kommen aus Bayern, der Hopfen aus der Hallertau. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt liegt nur wenige Kilometer von der Braustätte entfernt. 
Die Hefe der Brauerei ist aus eigener Hefe-Reinzucht. Das Brauwasser stammt aus dem eigenen, 116 Meter tiefen Brunnen auf dem Brauereigelände. Dieses Wasser wird auch als eigenständiges Produkt unter dem Namen „Freisinger Mineralquelle“ im Handel und in der Gastronomie verkauft. 

Neben den besten Rohstoffen ist Zeit die wichtigste „Zutat“ im Brauprozess: Lange Lagerung und Reifung sind entscheidend für die hohe Qualität und den besonders runden und ausgereiften Geschmack der Bierspezialitäten des Hofbrauhauses Freising.
Um diesen Aspekt zu dokumentieren und immer wieder zu stärken, ist das Hofbrauhaus Freising Mitglied von Slow Brewing, einem Institut, das international das strengste Gütesiegel für beste Bierqualität mit Charakter vergibt. Es zertifiziert ausschließlich Brauereien, die in allen Bereichen ihrer Wertschöpfungskette fair und bewusst agieren.
Gütesiegel Slow Brewing

Mein Bier, Moy Bier 


Mit „Moy Bier“ ist das Kult-Bier der 1970er und -80er zurück und wird genau wie damals von Meisterhand im Hofbrauhaus Freising gebraut. Mit seinem authentisch bayerischen Charakter lässt das Hellbier eine Zeit wieder aufleben, in der alles noch ein Stück lockerer zuging und bodenständiger war als heute.

Der Sud für das allererste Moy Bier wurde bereits 1912 im Gräflichen Hofbrauhaus Freising angesetzt. Besonders in den 1970er und -80er Jahren hat das untergärige, helle Lager dann deutschlandweit die Herzen erobert, bevor es für längere Zeit vom Markt verschwand. Jetzt gibt es die Spezialität wieder. Mit einer Stammwürze von 11,5 Grad Plato und einem Alkoholgehalt von 5,2 Volumenprozent schmeckt das golden glänzende Moy Bier frisch und ausgewogen würzig. Es ist süffig und harmonisch und am besten bei 6 bis 8°C zu genießen.

Das Moy Helles ist unser Bier des Monats im Mai!
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