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Reissdorf - Kölsche Tradition

Reissdorf - Kölsche Tradition

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Dirk Omlor
Dirk Omlor vom 11.01.2021
Dirk Omlor war rund zwei Jahrzehnte Redakteur bei renommierten Getränke-Fachverlagen. Im Juli 2018 gründete der Dipl.-Ing. für Brauwesen zusammen mit seiner langjährigen Kollegin, Barbara Rademacher, ein Text- und Beratungsbüro mit dem zentralen Projekt getraenke-news.de.
 
Die Kölner Privat-Brauerei Heinrich Reissdorf hat eine lange Tradition. 1894 im Severinsviertel gegründet, ist sie seit vielen Jahren die Nummer eins im Kölschmarkt. Kein Wunder: Denn der Geschmack und die Qualität von Reissdorf Kölsch überzeugen. 
Als Heinrich Reissdorf 1894 die Brauerei gründete, nannte man die heutige Biersorte „Kölsch“ noch „Wiess“, erst 1905 feierte die Bezeichnung „Kölsch“ für obergärige Kölner Bierspezialitäten Premiere. Heute ist Kölsch für Kölner mehr als nur eine regionale Bierspezialität: Kölsch ist Mythos, Kult und Lebensgefühl. Die rheinische Lebensart ist ohne Kölsch nicht vorstellbar. Die Kölner und die Rheinländer lieben ihr Kölsch und bleiben ihm treu. In Köln hat die Sorte heute einen Marktanteil von über 90 Prozent. Die beliebteste Marke ist Reissdorf.

Kölsch-Konvention garantiert die Herkunft

Neben dem süffigen Geschmack, der hohen Qualität, dem feinherben Aroma und der Bekömmlichkeit des Bieres gibt es noch einen anderen entscheidenden Erfolgsfaktor der Sorte: die Kölsch-Konvention. Sie wurde 1986 von den 24 Kölsch-Brauern feierlich verabschiedet und regelt das Marktgeschehen rund um die Sorte. So darf Kölsch nur im Stadtgebiet Köln und außerhalb von Köln nur von den Brauereien des Kölner Brauereiverbandes gebraut werden. In der Kölsch-Konvention steht auch, was Kölsch genau ist: ein helles, obergäriges, blankes, hopfenbetontes Vollbier. 

Stange und Köbes sind Kult

Nicht nur die Kölner Herkunft, auch das typische Kölschglas, die Stange, ist für die Biersorte Pflicht. Das Glas erschien erstmals 1920 in einem Produktkatalog und ist seitdem als Zeichen der Kölner Brauhaus-Kultur weit über die Grenzen Kölns bekannt. Mehr noch: Das Glas ist Markenzeichen für die Sorte. Ebenso wie das Glas gehört der Köbes zur kölschen Brauhaus-Kultur. Er ist aber nicht einfach nur der Kellner, sondern die gute Seele eines jeden Kölner Brauhauses und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Wer zum Beispiel ein Wasser bestellt, bekommt gerne einmal zu hören: „Wat willste, e Wasser? Soll isch och noch e Handtuch un Seife bringen?“.

Bier braucht Heimat

Heimatverbundenheit wird bei Reissdorf seit jeher gelebt. Michael von Rieff, Brauerei-Inhaber in vierter Generation, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Christian leitet, hat es über viele Jahre hinweg geschafft, mit Reissdorf eine unverwechselbare Marke nachhaltig aufzubauen und zu etablieren. Sein Motto dabei war stets: Mehrwert statt preiswert. Und er ist davon überzeugt, dass Bier Heimat braucht. Deshalb pflegt die Brauerei seit jeher Tradition und Regionalität. Mit Erfolg: Das Kölsch hat Heimat, ist regional, ein „Produkt von hier“. Gebraut wird Reissdorf seit 1998 in Köln-Rodenkirchen. Der alte Standort im engen Severinsviertel wurde über die Jahre hinweg für die Produktion und Logistik zu klein und war nicht mehr zeitgemäß. Das Unternehmen entschloss sich deshalb, in Köln-Rodenkirchen eine neue Brauerei zu bauen, die mit modernster Brauereitechnologie ausgestattet ist und damit höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Geschmack und Qualität überzeugen

Reissdorf Kölsch ist eine eigenständige Bierspezialität mit großer Verbraucherakzeptanz und hohem Bekanntheitsgrad. Kein Wunder, denn geschmacklich überzeugt es auf Anhieb. Die obergärige Bierspezialität zeichnet sich vor allem durch ihren milden Geschmack aus, der wegen seiner leichten Fruchtigkeit auch Frauen anspricht. 

Die hellgoldene Farbe und der milde Geruch signalisieren Leichtigkeit und Trinkfreude. Genau dies bestätigt sich nach dem ersten Schluck. Edelbitternoten harmonieren mit einer Spur Honigsüße und werden durch die weiche Textur unterstrichen. Im Abgang entfalten sich zart blumige Hopfenaromen und runden den milden Geschmack perfekt ab. Kurz: Reissdorf Kölsch ist elegant, spritzig und süffig. Es passt auch hervorragend zu dem typisch deftigen Essen der Region wie „Himmel unn Ääd“ (Himmel und Erde: gebratene Blutwurst, Kartoffelstampf und Apfelkompott), Reibekuchen oder Erbsensuppe. Und weil es besonders mild ist, schmeckt es auch ausgezeichnet zu gebratenem Fisch, Geflügel, würzigem Käse oder auch einer süßen Nachspeise.
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