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Brauereiportrait - Privat-Brauerei Zötler

Brauereiportrait - Privat-Brauerei Zötler

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Dirk Omlor
Dirk Omlor vom 27.06.2022
Dirk Omlor war rund zwei Jahrzehnte Redakteur bei renommierten Getränke-Fachverlagen. Im Juli 2018 gründete der Dipl.-Ing. für Brauwesen zusammen mit seiner langjährigen Kollegin, Barbara Rademacher, ein Text- und Beratungsbüro mit dem zentralen Projekt getraenke-news.de.
 
Inhalte
  • Allgäuer Brauhandwerk
  • Moderne Brautechnik trifft auf altbewährte Handwerkskunst
  • Kellerbier spiegelt Brauereigeschichte wider
  • Frischer Geschmack mit fruchtigen Noten
  • Edle Hefen für besondere Biere

Allgäuer Brauhandwerk

Im Herzen des südlichen Oberallgäus braut die traditionsreiche Familienbrauerei Zötler mit viel Liebe und handwerklichem Können besonders wohlschmeckende Biere. Sie sind wahre Botschafter der Allgäuer Braukunst.


Am Fuße der Allgäuer Alpen – in der Ferienregion Oberalpsee-Grünten – liegt der Ferienort Rettenberg. Hier hat die Familienbrauerei Zötler ihren Sitz. Das Unternehmen mit seinen rund 75 Beschäftigten wird heute von Niklas Zötler geführt, der es 2018 von seinem Vater übernahm und die lange Familientradition der Privatbrauerei fortsetzt. Für ihn und sein Team ist es eine Herzensangelegenheit, hochwertige Charakterbiere zu brauen, deren Qualität zu sichern und den Brauprozess stetig zu optimieren.
Beim Brauen setzt das Familienunternehmen aus dem Allgäu auf beste heimische Rohstoffe: Gerste und Weizen für die Malze kommen aus Bayern, der Hopfen aus den Anbaugebieten Tettnang und Hallertau. Insgesamt werden sieben verschiedene Hopfensorten verwendet. Auf den Einsatz von Hopfenextrakt wird verzichtet.
Zoetler - Brauer
Brauer
Zoetler - Vertriebsmitarbeiter
Vertriebsmitarbeiter
Zoetler - Fahrer
LKW - Fahrer

Moderne Brautechnik trifft auf altbewährte Handwerkskunst

Ebenso wichtig wie erstklassige Rohstoffe ist für Zötler eine hochmoderne Brautechnik, die sich mit Erfahrung und altbewährter Handwerkskunst verbindet. Dazu gehört auch eine lange Reifung der Biere. „Hochwertige Lebens- und Genussmittel brauchen Zeit zum Reifen. Daher lagern unsere Biere nach der einwöchigen Hauptgärung je nach Biertyp zwischen drei und acht Wochen in unseren Reifetanks“, sagt Niklas Zötler. Während dieser Zeit entwickeln die Biere ihr volles Potenzial, und sogenannte Fuselalkohole können abgebaut werden.

Zoetler - Sudhaus
Zoetler - Rohstoff-Hefe

Edle Hefen für besondere Biere

Eine entscheidende Rolle spielt für Zötler beim Brauen seiner charaktervollen Bierspezialitäten die Hefe: „Sie ist eine Diva, die gehegt und gepflegt werden will“, unterstreicht der Brauereichef. In der eigenen Reinzuchtanlage werden fünf verschiedene Hefe-Stämme gezüchtet und beim Brauen jeweils nur ein einziges Mal verwendet. „Dadurch erreichen wir neben einer gleichbleibenden Qualität hohe Vergärungsgrade, die unsere Biere schlank machen und den schönen Nebeneffekt haben, dass man immer gleich Lust auf den nächsten Schluck hat“, erklärt Zötler. Und noch eine weitere Besonderheit verrät er: „Damit sich unsere Diven rundum wohlfühlen, beschallen wir sie während des Vermehrungsprozesses übrigens mit klassischer Musik.“

Mehr zum Thema Hefe

Kellerbier spiegelt Brauereigeschichte wider

13 Bierspezialitäten, zwei alkoholfreie Biere, vier Biermischgetränke und drei Craftbiere werden heute bei Zötler gebraut. Bierbrände und alkoholfreie Erfrischungsgetränke ergänzen das Sortiment. Eine besondere Bierspezialität ist das Zötler 1447 Kellerbier. Zu den Kellerbieren gehören in der Regel bernsteinfarbige, untergärig gebraute Biere, die nicht filtriert werden. Die heutigen Kellerbiere sind meistens eine Version des Lagerbiers aus Franken und stammen in ihrem Ursprung aus den Anfängen der zweiten Hälfte des Mittelalters. Der Begriff „Kellerbier“ stammt von den Bieren, die frisch aus den damaligen Bierkellern serviert wurden.
„Mit unserem 1447 Kellerbier haben wir nicht nur ein Bier kreiert, welches dieser Geschichte und damit seinem ursprünglichen Bierstil gerecht werden soll, sondern auch unserer langjährigen Brauerei-Geschichte, sagt Niklas Zötler, der in einer Zeichnung auf dem Etikett des Kellerbieres zu sehen ist und damit an die Tradition und Geschichte der Brauerei erinnert. 

Mehr zum Kellerbier

Frischer Geschmack mit fruchtigen Noten

Gebraut wird Zötler 1447 Kellerbier mit einer sehr edlen, obergärigen „London Ale-Hefe“, die im Geruch auch dominant wahrzunehmen ist. Durch diese besondere Hefe erhält das Bier seinen einzigartig frischen Geschmack. Begleitet wird dieser von fruchtigen Noten, die an reife Äpfel und Birnen erinnern. Das Zusammenspiel des Hopfens und des Malzes ist bestens ausbalanciert, wobei die stärkere Hopfung des Kellerbiers die fruchtigen Noten nochmal perfekt abrundet.

Zoetler - Kellerbier in Kiste
Zoetler - Kellerbier und Krug
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