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Wintergrillen: 6 Tipps fürs Grillen in der kalten Jahreszeit

Draußen ist es klirrend kalt, es liegt vielleicht sogar Schnee und alles ist mit weißem Puder bedeckt. Also das perfekte Wetter zum Grillen – nämlich zum Wintergrillen! Wer denkt, dass es nur im Sommer Spaß macht, sich geröstete Köstlichkeiten vom Grill zu gönnen, hat den Grillspaß im Winter noch nicht ausprobiert. Während das Grillen im Sommer meistens sehr gesellig ist, kannst du im Winter eine ganz andere Seite des Grillerlebnisses genießen. Ein knisterndes Feuerchen, der warme Grill und ein Becher Glühbier können dein Grillen im Winter zu einer schönen kulinarischen Auszeit machen!
Wenn du bei kaltem Wetter den Grill anwerfen möchtest, bedarf es etwas mehr Vorbereitung als im Sommer. Damit beim Grillen im Schnee und in der Kälte alles super läuft, haben wir dir ein paar praktische Tipps zusammengestellt.

#1 Zieh dich warm an, wenn es zum Wintergrillen geht

Dein Grill strahlt zwar Wärme ab, aber das wird nicht reichen, damit du beim Grillen im Winter nicht auskühlst. Deswegen ist es wichtig, dass du dich warm einpackst. Thermounterwäsche, dicke Socken und Mütze sind hier empfehlenswert. Auch Handschuhe – am besten welche, die Hitze gut standhalten – sind praktisch. Achte bei der Auswahl deiner Kleidungsstücke am besten auch darauf, dass deine Jacke nicht zu weit ist und dein Schal nicht herunterbaumelt. So verhinderst du unschöne Kontakte deiner Kleidung zum Grill. Wenn du schnell kalte Hände bekommst, kannst du dir auch ein Knick-Handwärmekissen mit nach draußen nehmen.
 
Mann mit Handschuhen am Grill
Warme Kleidung ist Pflicht beim Wintergrillen

#2 Der Grill fürs Wintergrillen will richtig vorbereitet sein

Wie bei vielen Aktivitäten im Winter, braucht auch das Wintergrillen ein bisschen mehr Vorlauf in der Vorbereitung. Da es draußen normalerweise kalt ist, ist es schwieriger, die richtige Hitze im Grill zu bekommen.
 

Die perfekte Grillkohle

Die Vorbereitung beginnt bereits bei der Grillkohle: Diese solltest du vor dem Winter-Grillen nicht draußen lagern, damit keine Feuchtigkeit in die Säcke eindringen kann. Bedenke außerdem, dass du aufgrund der niedrigen Außentemperaturen in etwa die doppelte Menge an Grillkohle brauchst wie im Sommer. Wenn du mit Grillbriketts grillen möchtest, solltest du ebenfalls etwas Holzkohle dazuzugeben, da sie schneller und heißer glüht.
 

Alternative: Gasgrill

Bequemer ist das Wintergrillen sicher mit dem Gasgrill. Zwar wirst du auch mehr Gas brauchen als im Sommer, allerdings kannst du hier recht einfach konstante Temperaturen halten. Hier solltest du jedoch auf die spezifischen Eigenschaften des Gases achten. Butangas wird bei Temperaturen um den Gefrierpunkt flüssig. Propangas ist hier die sicherere Wahl. Auch der Druckregler kann bei Kälte ausfallen. Das solltest du im Auge behalten, damit das Grillen im Winter ein Erfolg wird.
 

Immer schön den Deckel drauf

Wenn du die Grillkohle angefacht hast, ist es beim Grillen im Winter noch wichtiger, einen Deckel auf den Grill zu setzen und diesen auch drauf zu lassen. Bei kalten Temperaturen verliert der Grill sonst zu viel Hitze. Das geht am besten mit einem Kugelgrill. Falls es windig ist, hat der Deckel einen doppelten Effekt: Die Grillkohle kühlt nicht so schnell ab und es wird auch keine Asche auf das Grillgut geweht. Wenn es draußen schneit, solltest du den Grill überdachen. Das funktioniert einfach mit einem Party-Pavillon oder mit der Terrassenmarkise. Gut erreichbar sollte er sein, weil du wahrscheinlich öfter als im Sommer zwischen drinnen und draußen hin- und herlaufen wirst.
 
gegrillte Zwiebel
Auch Wintergemüse passt auf den Grill

#3 Beim Grillen im Winter darf das Grillgut ausgefallen sein

Im Sommer landet meistens ein Schweinenackensteak oder Grillgemüse auf dem Grill. Im Winter kannst du hier etwas Neues ausprobieren: Saisonales Gemüse kann, wenn es auf dem Grill veredelt wird, ein ganz neues Geschmackserlebnis für dich bereithalten. Auch beim Fleisch gibt es interessante Grillideen für den Winter. Wild, Gans oder Lamm können hervorragend auf dem Grill zubereitet werden – gerne auch mit einer leckeren Biermarinade. Das dunkle Fleisch bildet dabei einen geschmacklich ansprechenden Kontrast zum Sommergrillgut. Dazu passen Wintergemüsesorten wie Rotkraut, Fenchel, Zwiebeln oder Lauch. Lauch und Zwiebeln kannst du übrigens auf dem Grill garen, bis sie schwarz werden und dann vor dem Essen schälen. So entsteht ein deliziöses Aroma. Als Beilage gehen natürlich auch zum Wintergrillen Rezepte mit Grillkartoffeln oder Brot.
Als Nachtisch ist ein winterlicher Bratapfel auf dem Grill eine geschmackvolle Idee, um das Wintergrill-Erlebnis ausklingen zu lassen. Falls du gerne etwas mit Bier machen möchtest: Apfelküchle im Bierteig kommen immer gut an!
 
Zum Biermarinade Rezept

#4 Die richtigen Getränke fürs Grillen im Schnee

Wer im Winter grillt, der muss sein Bier ganz sicher nicht in den Kühlschrak stellen – auch wenn man auf die kühle Halbe nicht verzichten möchte. Du kannst das Bier im Schnee nämlich super kühlstellen. Zum winterlichen Grillgut passen vor allem aromatische Winterbiere hervorragend. Gerade, wenn es draußen richtig kalt ist, sind jedoch warme Getränke super zum Aufwärmen von Innen. Ein heißer Becher Punsch oder Glühwein ist hier genau das Richtige. Oder noch besser: Glühbier! Neben Glühbier gibt es allerdings auch noch andere tolle Wintergrillen-Rezepte für den Biergenuss. So zum Beispiel Bierstacheln oder einen Bier-Digestif nach dem Essen. Wie du dein perfektes Bier zum Grillen im Schnee am besten zubereitest und wo du es besonders cool servieren kannst, zeigen wir dir!
 
Bier wir gestachelt
Egal ob mit einem Bierstachel Set oder über dem Grill, Bierstacheln ist immer ein Erlebnis.

Bierstacheln über dem Wintergrill

Kennst du schon das Bierstacheln? Gerade beim Wintergrillen kommt das richtig gut an! Hierbei wird ein glühend heißer Eisenstab in ein kühles Bier (am besten Kühlschrank-Temperatur oder noch weniger) getaucht. Beim Kontakt des Bieres mit dem heißen Eisen karamellisiert der Zucker und es bilden sich kleine Schaumbläschen, die nach oben steigen. Am besten tauchst und ziehst du den Eisenstab sehr langsam ins Bier und lässt ihn am Schluss noch einmal in großen Kreisen durch den Schaum gleiten.

Zum Bierstacheln passen am besten Bockbiere oder spezielle Winterbiere. Damit das Bier genau richtig gestachelt ist, solltest du ein bauchiges Glas mit etwa 200 Millilitern Fassungsvermögen verwenden. Der Bierstachel ist ein Eisenstab mit Holzgriff und einer Eisenkugel an der Spitze, den du im Wintergrill problemlos auf etwa 600 °C erhitzen kannst. Solange du gut aufpasst, dass du dir nicht die Finger verbrennst, ist das Bierstacheln ein genussvoller Spaß!
 
So geht Bierstacheln

Die Wintergrillen-Bier-Bar – oder: Wo trinkst du dein Bier?

Zu einem anständigen Wintergrill-Event gehört auch eine waschechte Schnee-Bier-Bar. Das Errichten einer Schnee-Bar ist eine Wissenschaft für sich. Am besten nimmst du dir rechteckige Kübel und Wasser zur Hilfe, damit die Schnee-Bar auch schön stabil ist.
Mit den rechteckigen Kübeln stellst du Schneeziegel her, indem du Schnee und ein wenig Wasser mischst und im Kübel etwa eine halbe Minute gefrieren lässt. Die Schneeziegel setzt du aufeinander, hintereinander und nebeneinander, bis du eine etwa anderthalb Meter hohe, einen halben Meter tiefe und zwei bis drei Meter breite Schnee-Bar hast. Wenn du keine rechteckigen Kübel zur Hand hast, aber dafür eine Menge Schnee, kannst du auch einen länglichen Haufen aufschütten, ihn festklopfen und die Schnee-Bar daraus modellieren. Achte darauf, dass die oberste Schicht schön gerade ist, da hier die Gläser und Flaschen abgestellt werden. Bei der Schneehaufen-Bar kannst du auch super Mulden einbauen, in denen du Bier kühlstellen kannst. Beim Bauen solltest du immer auch Wasser dazu nehmen, um den Schnee und die Ritzen zwischen den Schneeziegeln einzusprühen. So wird deine Schnee-Bar richtig stabil.
Wenn du nicht genug Schnee zur Verfügung hast, um die gesamte Schnee-Bar damit zu bauen, kannst du leere Bierkisten als „Gestell“ einbauen und mit Schnee versiegeln. Das sieht genauso cool aus und braucht deutlich weniger Material.
Am Schluss kannst du deine Schnee-Bier-Bar noch mit Lichterketten oder anderen schönen Dingen dekorieren, um deinem Wintergrill-Erlebnis ein besonderes Flair zu verleihen.
 

Glühbier zum Wintergrillen selber machen

Glühbier ist ein leckeres heißes Getränk, das ebenso wie Glühwein gerne im Winter getrunken wird. Für die Zubereitung wird dunkles Bier mit Gewürzen und Saft versetzt.
Das kannst du auch ganz einfach selbst herstellen. Dazu brauchst du:
  • 1 Liter Schwarzbier
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 3 Gewürznelken
  • 1 Messerspitze Orangenschalenabrieb
  • 2 Esslöffel Honig oder braunen Zucker
  • 100 Milliliter Kirschsaft oder Orangensaft
Die Zubereitung deines hausgemachten Glühbiers ist ganz einfach: Erwärme das Bier in einem Topf auf etwa 70 °C. Nun gibst du die Gewürze in einem Teeei oder lose dazu. Anschließend rührst du den Zucker und den Orangenschalenabrieb in das Bier und ziehst den Topf vom Herd. Nach einer Ziehzeit von 15 Minuten kannst du die Gewürze herausnehmen, den Saft dazugeben und das Glühbier noch einmal erwärmen, sodass es heiß genossen werden kann.
 

Der Wintergrill-Digestif: ein Eisbock

Wenn nach dem Grillen im Schnee alle satt sind, bietet sich ein leckerer Digestif an, um den Abend ausklingen zu lassen. Warum nicht einmal einen Eisbock probieren? Die Zubereitung des starken Bieres zuhause ist ganz einfach und warm wird dir damit bestimmt auch! Nur ein bisschen Vorbereitungszeit solltest du einplanen.
So machst du deinen Eisbock-Digestif:
  1. Fülle eine PET-Flasche (am besten 0,75 Liter bis 1 Liter Fassungsvermögen) etwa dreiviertel voll mit Bier auf. Am besten nimmst du hierfür ein starkes Bockbier oder Winterbier, denn so wird dein Eisbock schön stark und schwer.
  2. Lege die Plastikflasche mit dem Bockbier für etwa zwölf Stunden ins Gefrierfach. Am besten drehst du die Falsche alle paar Stunden ein wenig.
  3. Wenn das Bier schön durchgefroren ist, stellst du die Flasche kopfüber auf ein Bierglas und wartest, bis genügend Eisbock in das Glas getropft ist. Pass ein wenig auf, dass die Konstruktion nicht umfällt. Das wäre wirklich schade!
Eisböcke von Hochdorfer
Egal ob selber gemacht oder gekauft, Eisbock passt perfekt zum Wintergrillen

#5 Vorgewärmtes Geschirr hält das Essen beim Wintergrillen warm

Die Kälte im Winter wirkt sich nicht nur auf die Heizleistung deines Grills aus. Auch dein Geschirr wird bei Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt schnell eiskalt. So kühlt auch dein leckeres Grillgut darauf schnell aus. Am besten wärmst du deine Teller im Ofen vor, sodass sie bereits warm sind, wenn das Essen darauf serviert wird. Auch das Gefäß, mit dem du das Grillgut vom Grill holst, sollte vorgewärmt und verschließbar sein, dass dein Gaumenschmaus auf dem Weg zu deinem Teller nicht zu viel Temperatur verliert.

#6 Wärme und Licht machen das Winter-Grillen zum atmosphärischen Erlebnis

Im Winter wird es früh und schnell dunkel. Damit du dich im Dunkeln nicht am Grill verletzt, ist es wichtig, dass du genug Licht hast. Falls du keine Lampe zum Aufstellen zur Hand hast, ist eine Stirnleuchte eine super Alternative. Wenn du viel Platz im Freien hast, kannst du auch Fackeln in den Boden stecken. Das Feuer verbreitet ein angenehmes Licht und verströmt ein gemütliches Flair. Apropos Flair: Mit einem kleinen Feuerkorb oder einer Feuerschale kannst du das Ambiente deines Wintergrill-Events im Freien ordentlich aufpeppen. Bänke oder Stühle mit Decken um die Feuerstelle herum machen es draußen gleich richtig gemütlich.

Trau dich raus zum Wintergrillen

Du hast jetzt richtig Lust bekommen, deinen Grill anzuwerfen und dir ein leckeres Wintergrill-Menü zu gönnen? Mit unseren sechs Tipps fürs Grillen im Winter kann fast nichts mehr schief gehen! Also ran an die Grillzange und den Wintergrill und los geht der leckere Spaß mit Glühbier und saisonalen Köstlichkeiten!
 
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